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Einbruchschutz

Wie sicher ist Ihr Zuhause?

Trautes Heim – Glück im Unglück? Stolperfallen, Einbrüche oder Brandschäden:  Manchmal kommt man mit dem blauen Auge davon. Aber nicht immer. Ein geschulter  Blick und sofort ist dem Einbrecher klar, ob es sich lohnt: Wie hoch ist der Wert der erwarteten Beute und wie hoch ist der zu erwartende Widerstand, wie leicht gelingt der Einbruch? Angesehen vom materiellen Wert geht ein Schaden an den eigenen vier Wänden auch dem Menschen an die Substanz – Dahin ist das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Das gilt nicht nur bei einem Einbruch. Auch ein Brandfall ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch tragisch enden. In Deutschland sterben pro Jahr rund 600 Menschen an den Folgen von Brandschäden. Aber auch hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Von der Bestandsaufnahme bis zu konkreten Maßnahmen, wir haben das Wichtigste für Sie zusammengestellt.

Wer – Wo – Was: Machen Sie eine Bestandsaufnahme

Auch wenn es banal klingt: Im Haushalt passieren nach wie vor die meisten Unfälle.  Bei mehr als 80 Prozent der Unfälle stolpern die Deutschen über Kabel, fallen beim Fensterputzen oder rutschen von der Leiter. Auch was die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren angeht ist das Risiko gestiegen, denn immer mehr Banden organisieren ihre Verbrechen so gut, dass die Polizei kaum hinterher kommt. Trickbetrüger und Professionelle Einbrecher-Clans ziehen durch ganz Europa. Einige Gebiete in Deutschland sind besonders davon betroffen: Mehr als doppelt so viele Fälle registrierte die Polizei in den Speckgürteln von Hamburg und Berlin, in Ballungszentren und entlang der Landesgrenzen.

TIPP: Nutzen Sie die konkreten Tipps zum Wohnungsrundgang. In welchen Räumen sollten Sie auf was besonders achten ?

Einbruchschutz: Schwachstellen prüfen und vorbeugen

Wie gelangt ein Einbrecher in Haus oder Wohnung? Nicht durch das Dach und auch  nicht durch den Schornstein – es handelt sich leider nicht um den Weihnachtsmann  sondern um die ganz reale Gefahr von mal mehr oder mal schlechter organisierter  Kriminalität. Deswegen liegt das Augenmerk immer zu allererst auf Fenstern und  Türen eines Gebäudes oder Wohnobjekts.
Gekippte Fenster oder eine Tür, die nicht abgeschlossen ist? Wenn Sie die Tür nur herangezogen haben, ist sie nicht verschlossen und hat damit ein hohes Risikopotential. Seien Sie also achtsam, wenn Sie das Haus verlassen. Türen und Fenster müssen fest verschlossen sein – vergessen Sie nicht die Kellertür! Auch kleine oder schwer Erreichbare Fenster an ungünstigen Stellen – in  Garagen oder zum Hauswirtschaftsraum.

  • Prüfen Sie Fenster und Türen in allen zugänglichen Räumen und Bereichen Ihres Eigentums: Das Hochschieben und Herausziehen von Rollläden kann durch mechanische Zusatzeinrichtungen und die Einhaltung bestimmter Richtlinien erschwert werden.
  • Deponieren Sie außerdem niemals Ihre Schlüssel in Eingangsreichweite. Der typische Schlüssel unter dem Fußabtreter ist absolut tabu!
  • Dichte Hecken und unbeleuchtete Bereiche ums Haus herum bieten oft die Gelegenheit um unbemerkt ins Haus zu dringen: Beleuchtung mit Bewegungsmelder schafft Abhilfe.
  • Signalisieren Sie Anwesenheit. Vorhänge öffnen und schließen, die Rollläden am  Abend herunterlassen oder in einen Fernsehsimulator investieren – heutzutage gibt  es viele Möglichkeiten zu zeigen, dass Haus oder Wohnung belebt sind.
  • Sollten Sie in den Urlaub fahren: Fragen Sie ruhig die Nachbarn ob sie Ihren  Briefkasten leeren. Mit einer Zeitschaltuhr können Sie das Licht regulieren und,  ganz wichtig: Kündigen Sie Ihren Urlaub nicht auf den Kanälen der Sozialen Medien  an.
  • Sollte sich der Gauner dennoch trauen weiter vorzudringen: Ein ausgeklügeltes  Sicherheitssystem schützt Sie und Ihr Eigentum davor, dass er erfolgreich ist. Dazu zählen spezielle Schließanlagen aber auch geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen: Lassen Sie sich das mit Qualitätsbestätigung und Installationsattest bestätigen. Ihre Anlage sollte der technischen Richtlinie für vorbeugenden Einbruchschutz entsprechen (TRVE 31-7).

DOWNLOAD: Checkliste Einbruchschutz (PDF)

Brandschutz – Was sollten Sie tun, damit es nicht brennt?

Mehr als drei Milliarden Euro – so hoch wird der Schaden durch Brandschäden im Allgemeinen beziffert, und das jedes Jahr. Doch wo genau liegen die Schwachstellen? Die meisten Menschen kommen im Brandfall nicht durch züngelnde Flammen ums Leben – sondern durch giftige Gase, wie bei Schwelbränden. Diese entwickeln sich nur langsam und lodern zunächst unerkannt in versteckten Ecken. Das so entstandene Rauchgas ist dann eine Bedrohung für Gesundheit und Leben. Im Klartext: Der Sauerstofftransport ist blockiert, Ersticken ist die Folge. Zu den größten Brandauslösern in Haus und Wohnung zählen Wärmeenergie, offenes Feuer und elektrische Energie.

Ziel sollte sein, das Risiko dieser Gefahrquellen möglichst klein zu halten. Durch den richtigen Umgang und einfache Maßnahmen schaffen Sie das auch:

  • Generell gilt: Lassen Sie offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt und bewahren Sie sämtliche Hilfsmittel wie zum Beispiel Zündhölzer außer Reichweite von Kindern auf.
  • Beseitigen Sie Asche immer erst am nächsten Tag, wenn sie genug abgekühlt ist. Zigarettenasche sollten Sie niemals in Mülleimer oder Papierkörbe füllen und rauchen Sie lieber nicht im Bett.
  • Ziehen Sie den Stecker Ihrer Elektrogeräte, um einen Kurzschluss zu vermeiden und lassen Sie sie nötigenfalls immer nur von einem Fachmann reparieren.
  • Wenn heißes Fett zu brennen beginnt: Ersticken Sie es! Egal ob mit Feuerlöscher, Deckel oder Decke, Hauptsache Sie gießen kein Wasser darüber, schlimmstenfalls kann es zu einer Fettexplosion kommen.
  • Bringen Sie ausreichend Rauchmelder an. Die kleinen Helfer sollten dabei der technischen Richtlinie TRVB N 115/2000 entsprechen.

Vorsicht Falle! Identifizieren Sie Stolperfallen

Schauen Sie sich Ihre Wohnungseinrichtung mal genauer an: Wo liegen Ihre Kabel? Wie putzen Sie Ihre Fenster? Stolperfallen in den Zimmern lauern überall.

Achten Sie insbesondere auf Folgendes:

  • Lassen Sie keine Kabel herumliegen. Zusätzliche Steckdosen vermeiden Verlängerungs-Kabelsalat.
  • Befestigen Sie lose Teppiche mit einer Anti-Rutsch-Matte.
  • Sorgen Sie für Haltegriffe in Dusche oder Badewanne.

Nicht warten – Starten!

Man wird wahrscheinlich niemals alle Risiken komplett ausschließen können, aber sich vorzuwerfen zu müssen, das man das Schlimmste hätte vermeiden können: Das kann ziemlich weh tun. Aber genau das muss nicht sein. Zögern Sie nicht und fangen Sie noch heute an.

Für alle Basler-Kunden noch ein spezieller Tipp: Zusammen mit unserem Kooperationspartner ABUS können Sie einen kostenlosen Sicherheitscheck durchführen lassen.

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Bildnachweis: Bild Fotolia 92132574

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