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Allgemein, Hinter den Kulissen

Sparks – Wie ein Funke der überspringt | Interne Influencer

Kennen Sie eigentlich schon die „Mutter“ der Basler Versicherungen? Wir stehen nicht für uns allein, sondern sind Teil eines Schweizer Konzerns – der Baloise Group. Als Konzern am Puls der Zeit hat die Baloise Group einen länderübergreifenden Kulturwandel unter den Mitarbeitern in Gang gebracht. Wie bewegt man 7.300 Menschen zu einer aufgeschlossenen, innovativen und erfolgversprechenden Zusammenarbeit? Das erfahren Sie in diesem Gastbeitrag des Baloise Blogs:

 

Die Baloise hat ein großes Ziel. Sie will bis 2021 gruppenweit beste Arbeitgeberin der Branche werden. Verdammt ehrgeizig ist das. Es gilt, rund 7.300 Mitarbeitende in fünf verschiedenen, europäischen Ländern mitzunehmen auf die Reise durch einen nicht selbstverständlichen Wandlungsprozess einer ganzen Unternehmenskultur. Wie kann es gelingen, einen Konzern mit bestimmten Verhaltensweisen und Denkmustern zu durchdringen? Wir versuchen es über interne Influencer, das Netzwerk unserer Sparks.

Voraussetzungen für einen Kulturwandel

Beste Branchenarbeitgeberin zu werden, setzt ein gewisses Wohlfühlen im Job voraus, ein „Ich gehe gern arbeiten“. Entwicklungschancen müssen für alle stimmen, das Arbeitsklima soll ein Gesundes sein, die Atmosphäre wird idealerweise von Kreativität, Motivation und Miteinander geprägt. Wie schaffen wir das? Baloise Mitarbeitende haben sich auf acht Verhaltensweisen verständigt, durch die diese Voraussetzungen gedeihen können.

 

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Halte deine Versprechen!
Sei neugierig!
Sag deine Meinung!
Teile deine Erkenntnisse!
Sei dir deiner Wirkung bewusst!
Schätze deine Kollegen!
Bringe Kundenbedürfnisse mit ein!
Begegne anderen mit einem Lächeln!

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Vorleben und Vorbild sein

Viele KollegInnen konnten sich mit diesen Werten identifizieren. Sie erkannten die Wirkung, die ein solches Verhalten jedes Einzelnen für die Unternehmenskultur erzielen kann. Aber erreicht der Spirit wirklich alle? „Wir haben länderübergreifend ein Netzwerk von Multiplikatoren identifiziert“, erzählt Florence Defours, Teamleiterin im Kundenservice Schaden. „Alle Mitarbeitenden wurden z.B. gefragt: Woher bekommst du deine Infos? Wem vertraust du? Wer inspiriert dich? Entstanden ist eine Liste von 300 gut vernetzten Mitarbeitenden. Jeder von ihnen konnte entscheiden, ob er/sie Spark sein – also, die Verhaltensweisen vorleben möchte. Als Vorbild sozusagen.“ Produktmanager Niggi Weissen ergänzt: „Die Sparks sollten einen gewissen Baloise-Geist zum Leuchten bringen und Andere mit ihrer Euphorie anstecken – in allen Bereichen. Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt. Wir sind quasi interne Influencer.“

Eine Haltung verbreitet sich viral | Interne Influencer

Die Sparks handeln autark, aus eigenem Antrieb und aus Überzeugung. Sie treffen sich regelmäßig, tauschen Ideen aus und entwickeln Aktionen, damit immer mehr Mitarbeitende für ihre Sache brennen. „Angefangen haben wir mit etwas sehr Simplem, aber Effektivem.“ Christian Schacher aus dem Group Accounting erinnert sich. In den Fahrstühlen haben wir alle daran erinnert, zu lächeln und sich genauso zu begegnen. Das hatte eine erstaunliche Wirkung. Die Atmosphäre war spürbar anders, viel freundlicher, viel offener.“

Aktionen und Initiativen treiben den Wandel voran

„Dann kam mir die Idee eines Blind Lunches“, legt Niggi nach. „Ich habe gesehen, dass einige KollegInnen täglich allein ihr Mittag essen und habe gedacht: Bring sie zusammen!“ Heute kann man seinen Namen in einer Box hinterlassen und bekommt einen Mittagspartner zugelost. So treffen Leute aufeinander, die sich vielleicht nie kennengelernt hätten. Ähnlich funktioniert der ThemaTisch.

Komplimente zu verteilen, entstand ebenfalls aus einem Treffen der Sparks. „Jeder freut sich über Wertschätzung“, erzählt Florence. „Sich bewusst zu machen, dies oder jenes lief richtig gut und es auch zu artikulieren, ist pure Motivation. Dadurch wird unsere tägliche Arbeit leichter und unsere Zusammenarbeit besser.“

„Wir sprühen vor Ideen!“

Mit dieser Begeisterung beschreibt Christian ein Gefühl, das in den Gesichtern der drei Sparks direkt abzulesen ist. „Ein weiteres Beispiel für gelebte Kultur bei der Baloise ist die Idee Shadow for a day. Man schnuppert für einen Tag oder für Stunden in den Job eines Anderen. Das vernetzt und gibt Einblicke über den eigenen Tellerrand hinaus.“

Widerstand fordert interne Influencer

„Natürlich lassen sich nicht alle Mitarbeitenden mitreißen und infizieren. Damit muss man umgehen können“, gibt Niggi zu. „Manch einer konfrontiert uns z.B. mit dem Vorwurf einer Zweiklassengesellschaft. Es ist die Empfindung, wir Sparks seien besser gestellt“, erklärt Christian. „Das ist natürlich nicht so. Jeder kann und soll sich einbringen – unabhängig vom Namen Sparks.“ Inzwischen wird diskutiert, ob es besser wäre, den Namen aufzugeben, wenn er für Unmut sorgt. „Die Motivation nimmt uns das nicht.“

Die Flamme lodert weiter

„Was allen klar sein muss“, betont Niggi, „wir sind nicht das Bespaßungsteam der Baloise. Unser Ziel ist anspruchsvoll. Wir als interne Influencer wollen Engagement und Verantwortung vorleben, unsere Kultur verändern und so zum Unternehmenserfolg beitragen.“ „Für mich ist Baloise-Sein mehr als tägliche Arbeit“, stellt Florence für sich heraus. „Wie wir heute unser Miteinander gestalten, ist vorbildlich. Aber ich bin überzeugt, wir können noch viel mehr erreichen. Es freut mich, wenn heute 85% der Belegschaft die Baloise als Arbeitgeberin weiterempfehlen würden (Interne Pulsmessung, 10/17).“

 

Bildnachweis: 123rtf, 32509793_l

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