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Darum macht uns das Meer tatsächlich glücklicher

Schon mal jemandem begegnet, der das Meer hasst? Seltsame Vorstellung, oder? Für die meisten von uns ist das Meer ein Ort, zu dem es uns immer wieder hinzieht, die Verkörperung von Leichtigkeit, Freiheit, Schönheit und Glück. Mehr als zwei Drittel der Deutschen entscheidet sich bei der Urlaubsplanung demnach für Urlaub am Meer. Dabei ist die allgemeine Begeisterung für große Gewässer keine reine Gefühlsduselei, sondern pure Wissenschaft. Denn das Meer sorgt nachweislich dafür, dass es uns besser geht – hier erfahrt ihr, warum:

 

Stressabbau vorprogrammiert

Wecker klingeln, aufstehen, duschen, essen, raus dem Haus, rein in die Arbeit, Mails, Telefon, Termine, Feierabend, einkaufen, Abendessen, aufräumen, Luft holen – fertig. Unser Alltag ist durchgetaktet und verlangt von uns, dass wir funktionieren. Etliche künstliche Reize prasseln auf uns ein… Das Meer hingegen ist ruhig, eine große weite Fläche, unbebaubar. Mit Blick auf den weiten Horizont müssen wir keine Informationen mehr verarbeiten, sondern können im Hier und Jetzt einfach nur noch erleben – mit allen Sinnen. Dabei wirkt insbesondere das Lichtwellenspektrum der blau-grünen Farbe des Meeres beruhigend und sogar entkrampfend.

 

Wunderbares Rauschen

Die Wirkung des Meeresrauschens setzt ganz tief in unserem Unterbewusstsein an – sie ähnelt dem Rhythmus des menschlichen Atmens, eines der ersten Geräusche die wir als Lebewesen wahrgenommen haben. Die monotone gleichmäßige Geräuschbewegung übt einen sehr entspannenden Einfluss auf uns aus, der Schlafstörungen und Schmerzen effektiv mindert. So belegt zum Beispiel eine Studie der Universität Witten/Herdecke, dass Zahnarzt-Patienten, die mit Meeresrauschen auf Band behandelt wurden, entspannter waren und weniger Schmerzen hatten. Wenn Sie zeitgleich auch noch Bilder vom Meer sahen, verstärkte sich dieser Effekt. Die CD, die für die Studie eingesetzt wurde („Meer“ von Martin Buntrock) wird mittlerweile bei der Geburtshilfe, bei Schlafstörungen, in Reha-Kliniken und auch bei der Sterbebegleitung eingesetzt.

 

Das Meer wirkt auf unser Gehirn

Es gibt noch eine weitere, sehr interessante Studie der Universität Exeter mit über 48 Millionen Menschen. Sie untersuchte vergleichend den Einfluss des Meeres auf unseren Gesundheitszustand und unser Wohlgefühl. Die Studie belegt, dass es der Mehrheit der Menschen im Landesinneren eher „mittelmäßig“ geht, während sich Menschen an der Küste sehr wohl fühlen. Dafür ist unter anderem die Wirkung des Meeres auf unser Gehirn verantwortlich: Mit all seinen Eigenschaften und Einflüssen regt das Meer insgesamt nachweislich unser Gehirn dazu an, Serotonin, Oxytocin und Dopamin zu produzieren – ein schöner Cocktail an Glückshormonen!:) Es regt außerdem die Bereich im Gehirn an, die für schöne Erinnerungen und Ausgeglichenheit maßgeblich sind.

 

Gesundes Reizklima

Das Meer macht uns aber nicht nur glücklich, sondern auch gesund. Die Einwirkung des Meeres auf unseren Körper ist vielfältig und durchweg positiv. Wir erleben Licht, Wind und Wasser auf sehr intensive Weise. Vor allem das kalte Wasser und der starke Wind kurbeln die Durchblutung an. Schleimhäute können so besser Infekte abwehren. Die Salzkristalle in der Luft sind gut für die Haut und befreien die Bronchien. Allergiker können aufatmen, weil viel weniger Pollen unterwegs sind. Die stärkere UV-Strahlung wirkt antidepressiv. Für Menschen, die unter Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen leiden, kann ein Aufenthalt am Meer eine wahre Kur sein – da ist für Jeden etwas dabei!;)

 

Unbemerktes Training

Der Einfluss des Meeres lindert jedoch nicht nur gesundheitliche Beschwerden, er macht uns auch allgemein fitter. Schon der kurze Anblick des Meeres steigert nachweislich unsere Konzentrationsfähigkeit. Nach einem längeren Aufenthalt am Meer sind wir sogar körperlich leistungsstärker, obwohl wir keinen Sport gemacht haben, oder doch? Ein Spaziergang am Strand ist durch den weichen Untergrund und den starken Wind nämlich genauso anstrengend wie Joggen ohne dass wir das bewusst bemerken.

 

Einfach genial, wie umfassend und positiv das Meer auf uns einwirkt, oder? Das birgt natürlich Suchtpotenzial und es ist kein Wunder, dass es Urlauber weltweit immer wieder ans Wasser zieht und sie die der Erholung an der weiten See dem trubeligen Städteurlaub vorziehen. Ganz in diesem Sinne gibt es auf Instagram ganze 684.108 Beiträge zu dem Hashtag #lifeisbetteratthebeach und nur 127 Beiträge mit dem Hashtag #lifeisbetterinthecity. Fest steht – das Meer tut uns gut – in jeder Hinsicht! Aber egal, für welches Urlaubsziel ihr Euch entscheidet – und sei es auch Balkonien – wir wünschen allen eine tolle Urlaubszeit, Entspannung, Spaß und alles, was dazu gehört!:)

 

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