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Gesunde Naschereien – Diese Plätzchen stärken Ihr Immunsystem

Die Winterzeit und speziell Weihnachten ist untrennbar mit süßen Naschereien verbunden. Spekulatius, Lebkuchen und Co. passen einfach viel zu gut zu einer schönen Tasse Tee im warmen Zuhause, geben Energie an sonnenarmen Tagen und sorgen für gute Laune. Außerdem sind sie mit einem Happs verschwunden und dicke Winterpullis vergeben so einiges;) Wenn man ehrlich ist, läppern sich die kleinen süßen Sünden aber irgendwann und tragen längerfristig nicht unbedingt zu unserem Wohlbefinden bei. Der Winter ist ja leider nicht nur die Zeit der Schlemmerei, sondern auch Hochsaison von Infekten und gerade jetzt sollten wir uns besonders fit halten. Wir haben uns gedacht, es muss doch beides gehen: Leckere und gesunde Plätzchen, die unser Immunsystem stärken und nicht schwächen… Und das geht! Wie?

 

Ungesunde Zutaten reduzieren

Nun, zunächst einmal gilt es, Weißmehlprodukte, tierische Fette und Zucker zu reduzieren, da diese Inhaltsstoffe nicht besonders gesund sind. Denn sie bestehen aus isolierten und konzentrierten Kohlenhydraten, denen der Großteil der wertvollen Mikronähstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe entzogen wurde. Die einfachen Kohlenhydrate werden im Körper dann sehr schnell zu reinem Zucker umgewandelt, was hohe Mengen an Insulin freisetzt und zu starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels führt. Blutzuckerschwankungen wiederum gelten als eine der Ursachen für Heißhungerattacken, Übergewicht, Diabetes und Hautprobleme.

Essen, was uns stärker macht

Bei vollwertigem Gebäck werden nährstoffarme durch nährstoffreiche Zutaten ausgetauscht, also beispielsweise Weißmehl durch Vollkornmehl oder gemahlene Nüsse. Vollwertige Zutaten enthalten Vitamine, Mineralstoffe und wichtige Spurenelemente, die unser Immunsystem stärken und unsere Verdauung unterstützen, uns also fitter und leistungsfähiger machen. Vollwertiges Gebäck darf auch süß sein, die Zutaten, die zum Süßen verwendet werden enthalten jedoch wichtige Inhaltsstoffe und haben vor allem einen niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass der Körper diese Süßungsmittel deutlich langsamer abbaut und Insulin deutlich langsamer freigesetzt wird. Der Insulinhaushalt schwankt dadurch nicht so stark und der Körper erlebt keine plötzliche Unterzuckerung mehr.

Spezielle Zutaten für den Extra-Kick

Zudem enthalten die gleich folgenden Rezepte Zutaten, die unser Immunsystem besonders stärken. Jede Menge Vitamin C steckt beispielsweise in Zitrusfrüchten. Es wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und hilft Erkältungen vorzubeugen. Der hohe Eisengehalt von Nüssen hingegen unterstützt die Blutbildung. Das ist wichtig, da unser Blut den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Einige Zutaten haben außerdem eine antimikrobielle Wirkung wie Kokosöl oder Ingwer, das heißt sie hemmen das Wachstum krankheitsfördernder Bakterien. Beeren sind zudem reich an sekundären Pflanzenstoffen, die die Darmflora unterstützen und die Widerstandsfähigkeit des Körpers stärken.

 

Et voilà – Hier ist sie nun, unsere Auswahl an ausgeklügelten und erprobten Rezepten, die beweisen, dass Vollwertplätzchen durchaus das Zeug dazu haben, herkömmlichen Keksen den Rang abzulaufen:

 

1. Kokoskugeln vegan

200 g Kokosraspel

80 g Mandelmehl

Etwa 200 g Kokosmilch

40 ml Honig oder Ahornsirup

etwas flüssige Blockschokolade nach Wunsch

Alle Zutaten gründlich im Mixer mischen. Der Teig wird zunächst sehr trocken und krümelig. Trotzdem nur vorsichtig Flüssigkeit zugeben. Den Teig noch mal durchkneten und zu kleinen Kügelchen formen. Die Kügelchen in Kokosraspeln wälzen, dann bekommen sie eine schöne flockige Oberfläche. Nach Belieben noch etwas flüssige Schokolade über die Schneebälle träufeln. Das Backen ist nicht erforderlich: Der vegane Teig ist frei von Eiern und die Bestandteile sind auch roh gut bekömmlich.

 

2. Beerenschneckchen

100 g Dinkelmehl

60 g Magerquark

50 g Kokosfett (leicht angewärmt)

1 EL Honig

200 g getrocknete Beeren (Erdbeeren, Brombeeren)

100 g gemahlene Nüsse (zum Beispiel Haselnüsse oder Mandeln)

1 Ei

Dinkelmehl mit Magerquark, Honig und dem warmen Kokosfett verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde kaltstellen. Beeren pürieren und mit den gemahlenen Nüssen, Quark und dem Ei verkneten. Den Teig aus der Kühlung nehmen und zu einem 10 cm breiten Streifen ausrollen. Die Beeren-Nuss-Mischung mit einem Messer darauf verteilen und den Teig anschließend zu einer Rolle formen. Die Rolle in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Scheiben darauf verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C etwa 15- 20 Minuten backen.

 

3. Dinkel-Ausstecher

500 g feines Dinkelmehl

150 g gemahlene Mandeln

Mark von 2 bis 3 Vanilleschoten (alternativ je 1/2 TL Zimt-, Kardamom- und Nelkenpulver)

100 g Honig oder Agavendicksaft

330 g Butter

Blockschokolade zum Verzieren

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und etwa eine halbe Stunde kaltstellen. Etwa 3 bis 4 mm dick ausrollen und mit Förmchen Plätzchen ausstechen.

Im Ofen bei 160 Grad etwa 12 Minuten backen. Nach dem Abkühlen können die Plätzchen mit flüssiger Schokolade beträufelt werden.

 

 

4. Ingwerbäumchen

50 g frischer Ingwer

150 g erwärmtes Kokosöl

75 g Honig

1 Ei

150 g Weizenvollkornmehl

75 g Buchweizenmehl

50 g gemahlene Mandeln

Je eine Messerspitze gemahlener Zimt und Nelken

Ingwer schälen und fein reiben. Das Kokosöl mit Honig und Ei verrühren. Mehl, Mandeln und Gewürze zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und eine Stunde kühl stellen. Danach etwa 4 Millimeter dick ausrollen und mit einem Ausstecher in Tannenbaumform ausstechen.

Backofen auf 170 Grad Celsius vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die ausgestochenen Bäumchen darauf verteilen. In etwa 18 – 20 Minuten goldbraun backen.

 

5. Kokosmehlkekse mit Orangennote

50 g gemahlene Mandeln

50 g Kokosmehl

50 g geschmolzenes Kokosöl (für weichere Kekse: 25 g Öl + das Eiweiß von 1 Ei mischen)

50 g Honig oder Agavendicksaft

1 Eigelb

Prise Salz

1 TL Orangenschale, gerieben

2-3 EL Orangensaft

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Etwa einen Teelöffel Orangenschale abraspeln, den Rest fein schälen, das weiße Schalenfleisch entfernen und die Schale in dünne Streifen schneiden. Alle Zutaten für den Teig gründlich miteinander verkneten. Für härtere Plätzchen nur das Eigelb, für eine weichere Variante das ganze Ei und weniger Fett verwenden wie oben angegeben. Etwa ½ Stunde kaltstellen. Teig zu einer Rolle formen und etwa ein Zentimeter dicke Scheiben abschneiden oder ausrollen und ausstechen.

Die Kekse 12-15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bei 170 Grad. Die Ränder sollten leicht braun verfärbt sein. Die Orangenschale mit etwas Zucker in der Pfanne karamellisieren und noch feucht zur Dekoration verwenden.

 

 

Wir wünschen Ihnen ganz viel Freude beim Backen und vor allem einen guten, reuefreien Appetit!;)

 

 

Bildnachweise:

Titelbild – Stockphoto/Voyagerix

Bild im Text – Stockphoto/lomography4 

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