<

Ratgeber, Sicherheit

Frühjahrsputz für den PC

Fünf Tipps für den Frühjahrsputz auf Ihrem Computer

Die Blüten sprießen, Vögel tirilieren, milde Luft lädt uns zum Rausgehen ein, wir genießen die Sonne auf unserer Haut… Nach einem langen niederschlagreichen Winter ist endlich Frühling! Diese Jahreszeit ist so viel mehr als nur ein Wetterumschwung. Frühling ist auch immer neues Leben, Neubeginn, Aufatmen. Er inspiriert dazu, alten Ballast abzuwerfen, angehäuften Unrat aus der häuslichen Winterzeit loszuwerden. Nicht umsonst steht der gute alte Frühjahrsputz ins Haus – Wir wischen Fenster und Böden, kehren die Terrasse und stauben mal wieder ordentlich ab.

Was ist aber mit unserem „digitalen Zuhause“ – unserem Computer? Auch hier sammeln wir über das Jahr hinweg jede Menge Cookies, Anwendungen und Daten an, während Software und Backups ihre Aktualität verlieren, unser PC an Leistungsstärke einbüßt und Sicherheitsrisiken steigen. Es sollte an der Zeit sein, auch hier mal wieder Tabula Rasa zu machen, damit wir uns danach beschwingt dem süßen Leben widmen können. Mit diesen fünf Tipps für einen sauberen, sicheren und schnellen PC wird sich der digitale Frühjahrsputz für Sie lohnen:

Tipp Nummer 1: Unnützes und Veraltetes löschen

Wie beim physischen Frühjahrsputz in der Wohnung, gilt es auch bei digitalen Geräten, als erstes zu entrümpeln und alle unnötigen Dinge zu entsorgen. In der virtuellen Welt sind das unter anderem nicht mehr genutzte Apps und Programme, wie zum Beispiel Games, die wir selten bis nie nutzen. Auch von der großen Datenmenge auf  unserer Festplatte ist vieles überflüssig. Bloßes Verschieben in den Papierkorb reicht allerdings nicht aus, weil das nur die Verweise löscht, nicht aber die Inhalte selbst. Diese sind erst dann wirklich gelöscht, wenn wir auch den Papierkorb leeren. Spezielle Programme leeren zusätzlich Ihren Browser Cache, entfernen Cookies und andere Datenpixel und führen ruckzuck zu einer Entlastung Ihres PCs.

Tipp Nummer 2: Online-Daten überprüfen

Überflüssige Online-Daten existieren in Hülle und Fülle. Auch diese sollten wir überprüfen, um uns möglichst sicher im Internet zu bewegen. Überlegen Sie, welche Ihrer unzähligen Nutzerkonten von Online-Shops und sozialen Netzwerken Sie tatsächlich noch brauchen? Welche Ihrer abonnierten Newsletter und Blogs möchten Sie weiterhin lesen? Lösen Sie sich von unnötigem digitalen Datenballast, indem Sie Ungenutztes löschen oder abbestellen.

Tipp Nummer 3: Back-ups prüfen und einrichten

Datenschutz in eigener Sache heißt auch Schutz vor dem Verlust von Daten. Das geschieht durch Back-ups, die viele von uns schon eingerichtet haben, die es aber regelmäßig zu überprüfen gilt. Sind alle Back-ups noch funktionstüchtig, sind die gewählten Zeitabstände ausreichend? Sollten wir neue Back-ups einrichten oder Daten in einer  Cloud speichern? Das Back-up eines Smartphones funktioniert über die Synchronisierung mit dem Rechner und läuft dann in der Regel automatisch ab. Rechnerdaten sollten wiederum durch spezielle Back-up-Programme auf einer externen Festplatte gesichert werden.

Tipp Nummer 4: Software aktualisieren

Sicherheitsupdates („Patches“) benötigen wir für Betriebssysteme, den Browser und einzelne Programme. Sie werden immer wieder veröffentlicht und auch automatisch eingespielt – aber nur dann, wenn wir die Funktion dafür aktiviert haben (“automatische Updates zulassen”). Wer darauf verzichtet, muss die Patches von Hand einspielen, dazu wäre jetzt eine gute Gelegenheit;) Bringen Sie hierbei ein bisschen Geduld mit: Wenn das letzte Update eine geraume Weile her ist, kann dieser Vorgang etwas dauern.

Tipp Nummer 5: Sichere Passwörter einrichten

Ein sicheres Passwort ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherheit unserer Geräte und Daten. Passwörter sollten regelmäßig geändert werden und möglichst gut sein. Nach einer Untersuchung des Hasso-Plattner-Instituts aus dem Jahr 2017 lauten die häufigsten Passwörter 123456, hallo, hallo1 und passwort, auch schatz und schalke04 sowie einige nicht-jugendfreie Ausdrücke sind dabei – so natürlich nicht! Ein gutes Passwort hat mindestens acht Zeichen und mischt ohne Sinnzusammenhang große und kleine Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Im Basler Passwort-Check können Sie überprüfen, wie sicher Ihre Passwörter sind.

 

Alles erledigt? Ihr blitzblanker PC wird es Ihnen danken. Und jetzt… den Frühling genießen!:)

 

 

Bildnachweis: Fotolia 94541287 Urheber: M. Johannsen

Schlagwörter: 
Artikel teilen: