<

Ratgeber

Tipps eigene Photovoltaikanlage

5 Tipps für die Anschaffung einer eigenen Solaranlage

Der Bau von Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern wird in Deutschland von staatlicher Seite gefördert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Deutschland zu den Pionieren beim privaten Ausbau der Photovoltaik gehörte. Doch trotz der Förderung stellt der Bau einer solchen Anlage immer auch eine erhebliche Investition dar. Vor der finalen Entscheidung sollten Hausbesitzer daher einige wichtige Aspekte berücksichtigen.

1. Die Fördermöglichkeiten ausloten

Die Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist so aufgebaut, dass zwanzig Jahre lang eine feste Vergütung pro Kilowattstunde garantiert wird. Dies sorgt dafür, dass ein planbares Einkommen besteht, mit dem sicher kalkuliert werden kann. Wie hoch die Solaranlage Förderung allerdings konkret ist, hängt vom Einzelfall ab. Detaillierte Informationen findet man dazu auf den Seiten der Bundesnetzagentur.

Zusätzlich gibt es aber auch regionale Förderprogramme. Diese werden einerseits durch die Bundesländer aufgelegt. So gibt es im Saarland beispielsweise das Programm „Klima Plus Saar“ und in Bayern die Initiative „Alte Lasten – Neue Energien“. Auch andere Länder haben für ihre Einwohner entsprechende Förderungen im Angebot. Teilweise können zudem auch bei Kreisen, Städten und Gemeinden Förderungen beantragt werden. Eine Recherche auf den entsprechenden Internetseiten sollte daher vor dem Bau einer Photovoltaikanlage Pflicht sein.

Zu guter Letzt zahlen auch einige Energieversorger Zuschüsse. Dies allerdings in der Regel nur an eigene Kunden. Zudem sind daran teilweise noch andere Bedingungen geknüpft.

2. Einspeisevergütung oder Eigenverbrauch?

Der gewonnene Strom muss allerdings nicht zwingend in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Stattdessen kann er auch selbst verbraucht werden. Dies ist aktuell in der Regel auch deutlich lukrativer. Denn die garantierte Einspeisevergütung liegt weit unterhalb des Bruttostrompreises. Allerdings stimmen Stromproduktion- und verbrauch natürlich nicht immer überein.

Speicheranlagen können daher helfen, mehr selbst produzierten Strom auch vor Ort zu nutzen. Photovoltaikanlagen mit Stromspeicher werden daher seit dem Jahr 2013 ebenfalls durch den Staat gefördert. Moderne Speicher können dabei dafür sorgen, dass bis zu 75 Prozent des eigenen Strombedarfs durch die Solaranlage auf dem Dach gedeckt wird.

Geld sparen mit eigener Solaranlage

3. Vergünstigte Kredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt zwar keine direkten Zuschüsse, hilft aber im Rahmen des Programms Erneuerbare Energien – Standard 270 mit zinsgünstigen Krediten. Diese können dann zum Bau von Solaranlagen und dazugehörigen Energiespeichern genutzt werden. Der exakte Zinssatz hängt von der Bonität des Kreditnehmers ab. Vergeben wird der Kredit nämlich durch die private Hausbank. Diese beurteilt auch die Bonität und entscheidet, ob und zu welchem Zinssatz ein Kredit vergeben werden kann. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau sorgt dann dafür, dass die Zinsbelastung während der Kreditlaufzeit gesenkt wird. Dadurch sinken die Kosten für die Errichtung der Photovoltaikanlage, wodurch deren Profitabilität steigt.

4. Steuervorteile nutzen

Auch private Hausbesitzer werden durch den Bau einer Photovoltaikanlage zu Kleinunternehmern. Dies bringt steuerliche Vorteile mit sich. So können die Kosten für Bau, Betrieb und Wartung der Anlage von der Steuer abgesetzt werden. Selbiges gilt für notwendige Umbauten des Daches und laufende Kosten. Dies können beispielsweise die Versicherungsprämien sein. Bis zu jährlichen Einnahmen von 17.500 Euro können Hausbesitzer zudem von der Kleinunternehmerregelung profitieren und müssen keine Umsatzsteuer zahlen. Auf der anderen Seite gilt aber auch: Die Einspeisevergütung und der Eigenbedarf müssen als Einnahmen deklariert und entsprechend versteuert werden.

Förderungen eigene Photovoltaikanlage

5. Die Reform des EEG im Jahr 2017

Zukünftig soll der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland durch Ausschreibungen gesteuert werden. Gefördert werden dann nur noch die kostengünstigsten Anlagen. Allerdings sind private Hausbesitzer von der Neuausrichtung der Solaranlage Förderung faktisch nicht betroffen. Denn die Neuregelung gilt nur für große Anlagen mit mehr als 750 kWp. Unter kWp versteht man dabei den Kilowatt Peak – also die maximale Leistung unter Standardbedingungen. Im Normalfall wird für ein kWp eine Fläche von rund zehn Quadratmetern benötigt. Photovoltaikanlagen für Privatleute liegen also deutlich unterhalb der Grenze.

Bildnachweis: Bild 1: iStockphoto.com/chinasong, Bild 2: iStockphoto.com/jacoblund, Bild 3: iStockphoto.com/Pogonici

Schlagwörter: