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7 Umweltsünden, die Jeder zuhause täglich begeht – jetzt nicht mehr!

Werden wir in unserem Leben jemals etwas zustande bringen, was wirklich die Welt verändert? Mhm, das ist natürlich immer eine Frage der Perspektive aber sicherlich ein Ziel, das für die meisten von uns unerreichbar bleibt. Vielmehr ist es doch aber ein klitzekleiner Beitrag, den jeder still und unbeobachtet leisten kann. Der, wenn ihn jeder leisten würde, Großes bewegen könnte. Im aktuellen Blog-Beitrag stellen wir unser tägliches Verhalten zuhause mal auf den Prüfstand – und sehen großen Optimierungsbedarf, der ganz einfach umzusetzen ist!;) Diese 7 Umweltsünden machen wir fast alle täglich und sollten das in Zukunft einfach mal sein lassen:

1. Das Wasser im Topf kocht auch ohne Deckel…

In der Tat, das tut es – dauert ohne Deckel aber leider deutlich länger. Mit dem passenden Deckel verbrauchen wir bis zu 65% weniger Strom oder Gas, da die Hitze nicht so schnell entweichen kann und sich schneller aufbaut. Am besten: Wasser mit dem Wasserkocher erhitzen. Das verbraucht noch weniger Strom als am Herd. Augen auf auch bei der Wahl der Herdplatte, diese sollten nicht zu groß, sondern am besten genau passend für den Topf sein, um keine unnötige Energie zu verbrauchen.

2. Nochmal kurz im Ofen nach dem Rechten sehen…

Ja, jeder kennt die Paranoia, die Einen überfallen kann, wenn irgendetwas länger im Backofen vor sich hin gart und man nicht genau weiß, wann das Ende erreicht ist, ABER: Bei jedem Öffnen der Backofentür entweicht etwa ein Drittel der Energie. Es gilt also, nur öffnen, wenn unbedingt nötig. Noch ein Tipp am Rande: Wenn im Rezept Umluft sowie Ober- und Unterhitze zur Wahl stehen, dann ist Umluft aus ökologischer Sicht immer die bessere Wahl. Durch die Verteilung der Luft reichen meist 20 bis 30 Grad weniger Hitze und der Ofen kann auch mit mehreren Blechen gleichzeitig befüllt werden. Insgesamt spart Umluft dadurch 25 bis 40% Strom.

3. Folie hält doch so schön frisch!

Korrekt, aber der Gebrauch von Frischhalte- und Alufolie produziert nicht nur sehr viel schwer verwertbaren Müll, die Produktion der Folien ist auch sehr chemikalien-belastet und stellt bereits eine Umweltsünde dar. Bitte einfach wiederverschließbare Boxen oder Tassen mit Untertellern verwenden. Sehr empfehlenswert sind auch Bienenwachstücher, die Lebensmittel schön umschließen und bei guter Pflege bis zu mehreren Jahren halten können!

4. Der bunte Obstkorb ist so dekorativ

Das mag sein, aber es gibt ein paar kleine Tipps und Tricks, die man beherzigen kann, damit sich das Obst möglichst lange hält und weniger Lebensmittel im Müll landen. Zugegeben, dabei leidet unter Umständen der optische Gesamteindruck… Äpfel und Bananen setzen nämlich beispielsweise Ethylen frei, ein Pflanzenhormon, das die Reifung vorantreibt und andere Obstsorten schneller verfaulen lässt. Daher Äpfel und Bananen besser getrennt aufbewahren. Auch sehr wissenswert: Obst hält länger, wenn man es erst unmittelbar vor dem Verzehr wäscht.

5. Das Ladegerät gehört in die Steckdose

Das ist natürlich so, aber nur, wenn auch ein Handy daran hängt, sonst wird weiterhin völlig umsonst Strom (und ja auch Geld;)) verbraucht. In Sachen elektronische Geräte ist es außerdem gut, wenn man nicht immer alles im Stand-By-Modus hat, sondern regelmäßig (bspw. nachts) alles herunterfährt. Mit abschaltbaren Steckdosenleisten geht das mit einem Klack. Dadurch lässt sich einiges einsparen: Bei 5 Geräten mit je 10 Watt Stand-by-Leistung wären das beispielsweise rund 100 Euro und 220 Kilogramm CO² im Jahr. Auch clever: Die Helligkeit von Bildschirmen reduzieren – diese ist meist viel höher eingestellt, als nötig und besser schlafen lässt sich danach auch;)

6. Der Kühlschrank ist auch `ne super Ablagefläche!

Zugegebenermaßen, ja, aber ökologisch gesehen sollten wir den Kühlschrank möglichst frei halten, damit der Wärmeabfluss nach oben funktioniert. Der Rückkühler kann am außerdem am besten arbeiten, wenn der Kühlschrank nicht zu nah an der Wand steht. Übrigens verbraucht ein Kühlschrank, der schön vollgepackt ist, weniger Strom, weil es aufwändiger ist, Luft zu kühlen als Lebensmittel. Dass eigentlich auch regelmäßiges Abtauen ein Muss ist, dürfte Jedem bekannt sein. So wie „last but not least“: Warme Speisen immer erst abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen, sonst hat dieser deutlich mehr zu schaffen.

7. Das bisschen Geschirr macht fix die Spülmaschine…

Bequem ist das, aber auch umweltunfreundlicher. Die Spülmaschine sollte immer möglichst voll beladen sein, bevor man sie anwirft. Dann verbrauchen Maschinen (im Sparprogramm) allerdings weniger Wasser, als wenn man von Hand spült. Wenn man von Hand wäscht, dann am besten mit Wasser in einer Schüssel oder in der Spüle waschen. Geschirr oder auch Obst und Gemüse unter fließendem Wasser zu waschen, verbraucht die meisten Ressourcen.

 

Und, wie viele dieser kleineren und größeren Umweltsünden kommen Ihnen bekannt vor?;) Lassen Sie uns damit starten, diese aus den eigenen vier Wänden zu verbannen – das wäre doch schon mal ein kleiner Schritt im Sinne einer großen Sache! Viele weitere nützliche Tipps wie diese finden Sie auf der Website des WWF.

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